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Was nach einem Brainstorming zu tun ist

Was nach einer Brainstorming-Sitzung zu tun ist

Lesedauer: etwa 11 Min.

Sammeln von umsetzbaren Gedanken. Entwickeln neuer Ansätze zur Lösung alter Probleme. Festlegen prägnanter Namen für Produkte, die noch nicht auf dem Markt sind. Egal, worin der Schwerpunkt oder die Ursache besteht: Eine Brainstorming-Sitzung ist ein leistungsstarkes und effektives Instrument der Zusammenarbeit und kann in praktisch jeder Branche eingesetzt werden.

Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Sie haben gerade eine äußerst interessante Brainstorming-Sitzung mit Ihrem Team beendet und einen riesigen Stapel von Notizzetteln vor sich liegen. Zwar mag es Ihnen vorkommen, als hätten Sie jede mögliche Lösung durchgesprochen, aber die wirkliche Arbeit beginnt erst nach der Brainstorming-Sitzung. Schnell wird klar, dass die meisten der in der Gruppe diskutierten Konzepte niemals zu verwirklichen sind. Für welche Lösung werden Sie sich also entscheiden? 

Zu wissen, wie es nach einer Brainstorming-Sitzung weitergehen soll, ist häufig wichtiger, als sich überhaupt erst zur Ideenfindung zusammenzusetzen. Was also ist der nächste Schritt nach dem Brainstorming? Nachfolgend finden Sie einige hilfreiche Anregungen, wenn Sie die Gedanken eines Brainstormings in praktisch umsetzbare Ideen umwandeln möchten 

Bestimmen der Sortierung, Priorisierung oder Kategorisierung von Ideen

Bevor Sie nach dem Brainstorming wirklich beginnen können, die Verantwortung für die Aktionspunkte zu übernehmen, müssen Sie sich Zeit nehmen, um zu entscheiden, wie die Ideen am besten zu organisieren sind. Wenn Sie versuchen, die Beiträge aller Beteiligten zu sortieren, zu priorisieren und zu kategorisieren, sollten Sie darauf achten, wie sich die einzelnen Brainstorming-Ideen auf das Endergebnis auswirken könnten.

Welche Ressourcen sind beispielsweise erforderlich, um die Idee in die Tat umzusetzen? Wie viel Entwicklung ist erforderlich, damit sie erfolgreich ist? Werden monate- oder gar jahrelange Forschung und Tests erforderlich sein, um die Idee zu verwirklichen? Ist das Konzept so neuartig, das für eine erfolgreiche Markteinführung erhebliche Werbekosten erforderlich sind?

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Wirkungs-Aufwands-Matrix
Beispiel einer Wirkungs-Aufwands-Matrix (Klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist das Risiko. Wenn Ihr Team beispielsweise beauftragt wurde, in einer Brainstorming-Sitzung Ideen für ein neues Produkt bzw. eine neue Dienstleistung für Ihr Unternehmen zu finden, sollten Sie jedes der vorgeschlagenen Konzepte mit einer kurzen Analyse prüfen. Geht das Produkt mit einer Veränderung der Technologie, der Lieferkette oder der Produktion einher? Wäre es das Risiko wert? 

Die Kosten können selbst für die besten Ideen nach dem Brainstorming noch das Aus bedeuten. Wie groß ist das für das Projekt veranschlagte Budget? Benötigen Sie zusätzliche Genehmigungen von der Geschäftsleitung, bevor Sie vom Konzept in die Produktion gehen können? Gibt es Anteilseigner, die sofort eine gewisse Rentabilität erwarten?

Der Wert ist ein weiterer Faktor dabei, die Gedanken eines Brainstormings in praktikable Ideen umzusetzen. Das Abwägen von Ressourcen, Risiken und Kosten zum Vergleich der Vorteile verschiedener Optionen ist eine Sache. Aber der Wert ist eher subjektiv. Wird diese Idee eine ganze Branche revolutionieren? Wird sie das Leben der Menschen verändern?

Im Wettlauf, einen Impfstoff auf den Markt zu bringen, entzieht sich der Wert der richtigen Lösung beispielsweise herkömmlichen Beschränkungen wie Ressourcen, Risiken und Kosten. Der Wert für die Gesellschaft ist in diesem Fall zu groß, um ihn zu ignorieren.

Ob Ideen nun nach diesen Standards oder nach anderen Maßstäben sortiert, priorisiert und kategorisiert werden – es wird sich als hilfreich erweisen, einen Konsens im Team zu erreichen. Jeder bringt sein eigenes Fachwissen, seine praktische Erfahrung und eine einzigartige Perspektive mit ein. 

Geben Sie allen eine Chance, ihre Ideen zu begründen

Während der Ideenfindungsphase haben alle an der Brainstorming-Sitzung beteiligten Personen Zeit dafür aufgewendet, ihre eigenen Konzepte und Lösungen zu entwickeln. Vor der Aufteilung in Gruppen zur Konsolidierung von Ideen haben die produktiveren Teammitglieder mit hoher Wahrscheinlichkeit einige Ideen entwickelt, die ihnen sehr am Herzen liegen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Sie für das Brainstorming Personen ausgewählt haben, die besonders stark von dem jeweiligen Problem betroffen sind, oder Mitarbeiter, deren Verantwortlichkeit für die Lösungsfindung mit ihrer beruflichen Funktion zusammenhängt.

Nach dem Brainstorming sollte jeder Teilnehmer Gelegenheit erhalten, seine Idee dem gesamten Team zu erklären. Ermutigen Sie die Teammitglieder, das Problem bzw. die aktuelle Situation als Kontext zu schildern und zu erläutern, wie die von ihnen vorgeschlagenen Konzepte oder Lösungen zur Behebung oder Verbesserung führen. Wie beschreiben sie den zukünftigen Stand der Dinge?

Bei der Begründung der Ideen sollten die Teammitglieder jeweils darlegen, wie die von ihnen vorgeschlagene Option den Stand bzw. derzeitigen Marktanteil des Unternehmens verbessern wird.

Auch hier spielt der Konsens eine wichtige Rolle. Beobachten Sie, welche Ideen das größte Interesse oder die größte Aufmerksamkeit erwecken. Stellen Sie den Vortragenden Fragen und lassen Sie sie gegebenenfalls Einwände entkräften.

Wenn sie ihre Argumente vorgestellt haben, können die Teilnehmer ihre Idee auf ein Whiteboard oder einen Notizzettel schreiben, den sie dann an die Wand kleben. (Natürlich können Gruppen auch über ein gemeinsames Online-Whiteboard wie Lucidspark zusammenarbeiten). Wenn eine Idee einer bereits vorgestellten Idee ähnelt, sollte sie direkt neben dieser platziert werden.

Brainstorming

Organisieren Sie die im Brainstorming entwickelten Ideen

Nach dem Brainstorming haben Sie die Ideen bereits geordnet, priorisiert und kategorisiert. Aber jetzt ist es an der Zeit, die verbleibenden Konzepte danach zu gruppieren, welches Interesse sie hervorrufen oder welchen Eindruck sie hinterlassen.

Welche Ideen erregen sofort Ihre Aufmerksamkeit? Gibt es Ideen, die Sie sofort innehalten lassen, andere, die möglicherweise einer weiteren Überprüfung bedürfen, oder solche, die einfach liegenbleiben?

Vielleicht stellen Sie bereits fest, dass einige der infrage kommenden Optionen verwandt wirken (d. h. diejenigen, die bei der Begründung der Ideen vor der Gruppe nebeneinander platziert wurden). Betrachten Sie genau, worin die Ähnlichkeit zwischen solchen Ideen besteht. Manchmal führen solche Gemeinsamkeiten sogar zur gegenseitigen Ergänzung: Wenn Sie die besten Teile ähnlicher Konzepte zusammenführen, könnte das zu einem wahren Durchbruch führen.

Sortieren Sie Ihre Ideen an dieser Stelle danach, ob sie Ihnen sehr gut, gut oder eher nicht zusagen. Andere sollten ebenfalls damit anfangen. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht auf eine Idee zu versteifen. In dieser Phase geht es um Sortierung und Organisation, nicht um die Entscheidung für eine detaillierte Vorgehensweise.

Emoji-Reaktionen

Erstellen Sie als Nächstes eine Matrix oder ein Raster, um Ihre Ideen in die Kategorien „Sehr gut“, „Gut“ und „Eher nicht“ zu unterteilen.

Denken Sie bei der Organisation der Ideen auch daran, die Dinge anhand der Kriterien der ursprünglichen Brainstorming-Sitzung zu beurteilen. Welches Problem oder Anliegen sollte ursprünglich gelöst werden? Betrachten Sie die Lösungsvorschläge erneut und bestimmen Sie, wie genau die einzelnen Lösungen passen und welche davon aus den Gedanken des Brainstormings tatsächlich umsetzbare Ideen machen.

Zusätzlich dazu, ob Ihnen die einzelnen Ideen sehr gut, gut oder eher nicht zusagen, sollten Sie sie auch erneut anhand der zuvor für die Sortierung, Priorisierung und Kategorisierung Ihrer Konzepte verwendeten Kriterien beurteilen – einschließlich Ressourcen, Risiken, Kosten und Wert.

Diese Faktoren können in Form einer Checkliste ergänzend zu Ihrer Matrix bzw. Ihrem Raster verwendet werden. Eine sehr attraktive Idee mag weniger realistisch erscheinen, wenn ihre Beurteilung für angemessene Kosten oder Risiken negativ ausfällt. Gleichzeitig verbessert sich möglicherweise Ihre Meinung zu einer Idee, die ursprünglich eher nicht ansprechend war, wenn sich erweist, dass ihr Wert hoch ist.

Stimmen Sie über Ideen ab und treffen Sie eine Entscheidung 

In dieser Phase wurden die Ideen des Teams optimiert, geprüft und sortiert. Jeder hat seine eigene Ansicht dazu, welche Ideen realistisch und am besten umzusetzen sind und welche zu kostspielig oder ungewöhnlich sind, um sie angesichts des aktuellen Budgets oder Zeitrahmens weiter zu verfolgen. 

Wenn die Dinge wirklich gut laufen, deuten vielleicht bereits frühe Zeichen auf die beste Idee hin.

Dies könnte der perfekte Zeitpunkt sein, Ihre Entscheidung als Gruppe zu festigen und darüber abzustimmen, welches Konzept für Ihre Organisation am sinnvollsten ist. Einige Tipps, die Sie vor Ihrer endgültigen Entscheidung beachten sollten:

  • Zeichnen sich Muster zwischen den beliebtesten Ideen und denen ab, die alle nur gut fanden? 
  • Hat das Team zu schnell einige der Ideen in der Kategorie „Eher nicht“ verworfen?
  • Haben Sie bei der Auswahl ein entscheidendes Kriterium vergessen (z. B. bis zur Deadline bereit für die Markteinführung?) 

Werfen Sie erneut einen Blick auf die Optionen, über die abgestimmt wird. Wenn Ihr Unternehmen im Moment nur über das Budget, die Ressourcen und die Bandbreite verfügt, eine Idee weiterzuverfolgen, sollten Sie sich beim Abstimmen nicht nur auf einen persönlichen Favoriten konzentrieren. Stattdessen sollten Sie alle verbleibenden Kandidaten in absteigender Reihenfolge ordnen: 1 für den Favoriten, 2 zweiter Favorit und so weiter. Mit diesem Ansatz können sich alle Beteiligten ganz demokratisch auf die beiden besten Ideen einigen.

Es ist so viel einfacher, zwischen zwei Optionen zu wählen als zwischen mehreren. Wenn der Rest der Ideen in einer effektiven Brainstorming-Sitzung entstanden ist, bewahren Sie sie auf – vielleicht kommen sie später einmal in Betracht.

Bitten Sie die Teammitglieder vor der finalen Abstimmung darum, ihre Emotionen und persönlichen Vorlieben beiseite zu lassen. Besser noch: Sie sollten versuchen, selbst Vorurteile oder äußere Einflüsse zu identifizieren, die die Abstimmung möglicherweise in eine falsche Richtung lenken könnten. Schließlich besteht das Ziel darin, aus den Gedanken eines Brainstormings umsetzbare Ideen zu machen.

Brainstorming im Team

Wenn Sie es richtig angehen, wirkt sich dies nicht nur auf diese Abstimmungsentscheidung, sondern auch auf zukünftige Gruppendiskussionen aus. 

Erstellen Sie einen Plan, den das Team umsetzen kann

Wenn eine Entscheidung getroffen wurde, wird es Zeit, die Verantwortung für die Aktionspunkte aus dem Brainstorming zu übernehmen. Wenn Sie nicht bereit sind, all Ihre Zeit und Energie (bzw. die Zeit und Energie des Teams) in den Projektplan zu investieren, sollten Sie sich darauf konzentrieren, den Schwung aufrechtzuerhalten. Planen Sie zumindest eine Besprechung der nachfolgenden Schritte mit Ihrem Team.

Je nachdem, welchen Zweck das ursprüngliche Brainstorming verfolgte, könnten die nächsten Schritte viele Formen annehmen, z. B.:

  • Ein Produkt-Entwicklungsplan: Dieser eignet sich hervorragend, um Mitarbeitern und Teams bei der Navigation zwischen den beiden Punkten zu helfen und allen Beteiligten zu zeigen, wie sie ihre Idee in eine umsetzbare Lösung verwandeln können.
  • Eine Projekt-Zeitachse: Sie bietet einen Überblick über die chronologische Abfolge der erforderlichen Ereignisse für die Verwirklichung einer Idee und ist auf allgemeine Gespräche statt auf komplexe Details beschränkt.
  • Ein Kanban-Board: Es ist bestens für Personen mit flexiblem Workflow geeignet und stützt sich auf das einfache visuelle Hilfsmittel, Karten zwischen Phasen zu verschieben, um den Fortschritt von Anfang bis Ende nachzuverfolgen und Teams auf dem neuesten Stand zu halten.
  • Ein Scrum-Board: Ein äußerst flexibles und leicht anpassbares Instrument. Die Aufgaben sind als Sprints in vertikale oder horizontale Reihen aufgeteilt, die in der Regel Beschriftungen wie „Zu Erledigen“, „In Bearbeitung“, „Testphase“ und „Erledigt“ haben.
  • Eine einfache Checkliste: Solche einfachen und auf den Punkt gebrachten Listen haben die meisten Menschen schon einmal in der Arbeit oder zu Hause verwendet, um Projekte oder Ziele in spezifische zu erledigende Aufgaben zu unterteilen.

Für welche Vorgehensweise nach dem Brainstorming sich das Team auch entscheidet – das Wichtigste ist, einen Plan festzulegen, der für alle Beteiligten nachvollziehbar und sinnvoll ist, und dann nach diesem Plan zu handeln. Vereinbaren Sie für jeden Schritt spezifische Daten und Uhrzeiten für den Abschluss, und einigen Sie sich dann mit dem Team auf eine endgültige Deadline.

Verteilen Sie Aufgaben an alle Teammitglieder

Bestimmen Sie, wer für die einzelnen Schritte oder Aufgaben verantwortlich ist. Es ist auch hilfreich, die Rolle aller Beteiligten über den Verlauf von der Projektentwicklung bis hin zum Projektabschluss zu klären. Menschen sind eher motiviert, wenn sie sich für das zu lösende Problem verantwortlich fühlen (oder am stärksten dadurch betroffen sind).

Entscheiden Sie bei der Zuweisung von Aufgaben vorab, welche Aufgaben dringend zuerst zu erledigen sind, und priorisieren Sie sie dann entsprechend. Diese Aufgaben tragen zur Fertigstellung des Projekts bei und müssen oft erledigt werden, bevor die darauffolgenden Aufgaben überhaupt erst in Betracht gezogen werden können.

Zu diesen Aufgaben kann es beispielsweise gehören, einen funktionsfähigen Prototyp anzufertigen, die Finanzierung zu sichern oder die rechtliche Freigabe zu erhalten. 

Während Sie beaufsichtigen, wie aus einer Idee nach dem Brainstorming eine tatsächliche Lösung wird, sollten Sie stets darauf achten, dass alle übertragenen Verantwortlichkeiten zwischen Mitarbeitern (und/oder Abteilungen) klar sind. Erhalten Sie während des gesamten Projekts den Kontakt mit Stakeholdern (innerhalb und außerhalb des Teams) aufrecht.

Zu wissen, wie es nach einem Brainstorming weitergehen soll, ist für die meisten Menschen keine Selbstverständlichkeit. Die Arbeitsfläche von Lucidspark bietet einen idealen Ort, um Ideen zu sortieren, zu priorisieren und zu kategorisieren – und die nötige Struktur, um daraus umsetzbare Schritte zu machen. Melden Sie sich noch heute an, um das Beste aus der nächsten Brainstorming-Sitzung mit Ihrem Team zu holen – kombiniert mit den Vorteilen des Fernzugriffs, cloudbasierter Funktionen und Integrationen, um Verbindungen zu Apps wie Google Workspace, Slack und Lucidchart ermöglichen.

illustration of people working together

Lernen Sie Tipps und Tricks für die Organisation von Brainstorming-Sitzungen in der Gruppe in Lucidspark kennen.

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Über Lucidspark

Lucidspark ist ein virtuelles Whiteboard, das Ihnen und Ihrem Team die Zusammenarbeit erleichtert. So kommen die besten Ideen zum Vorschein. Es verfügt über Haftnotizen, Tools zum Freihandzeichnen sowie eine unbegrenzte Arbeitsfläche – kurz gesagt: alles, was man zum Erfassen der nächsten durchschlagenden Idee braucht. Und es wurde speziell für die Zusammenarbeit entwickelt. Sie können sich das in etwa wie einen Experimentierkasten vorstellen, in dem Ihr Team gemeinsam in Echtzeit Ideen erörtern und Innovationen hervorbringen kann.

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