Adaptive Strategie

Warum visuelle Darstellungen für adaptive Strategien entscheidend sind

Lesedauer: etwa 7 Min.

Jedes Unternehmen, egal welcher Art und welcher Branche, braucht einen nachhaltigen Vorteil, um im hart umkämpften Markt dauerhaft zu gedeihen (oder um einfach zu überleben).

Im schnelllebigen kommerziellen Bereich ist es schwierig, den sich wandelnden Geschmack von Verbrauchern oder B2B Kunden vorherzusagen oder zu planen. Außerdem wissen Sie nie, wann neue Herausforderer auftauchen und Ihnen den Platz streitig machen.

Warum also mit einem kurzlebigen Vorteil zufriedengeben? Bei all den ständigen Veränderungen bei neuen Technologien, Kundenbedürfnissen und Markttrends bietet Ihnen ein adaptiver Ansatz die Freiheit, Ihre Taktik jederzeit anzupassen.

Was ist eine adaptive Strategie?

In vielerlei Hinsicht lässt sich eine adaptive Strategie folgendermaßen definieren: Sie profitieren von einer Reihe von flüchtigen Vorteilen, die so lange bestehen, bis ein verändertes Umfeld einen neuen Marketingansatz erfordert. Adaptive Strategien sind von den folgenden drei Merkmalen abhängig und werden durch sie definiert:

Handlungsfähigkeit: Hierbei antizipiert ein Unternehmen Verschiebungen in der Branche oder beginnt, Veränderungen auf dem Markt zu „spüren“. Netflix revolutionierte den Streamingservice im Jahr 2007. Fünf Jahre später begann das Unternehmen mit der Produktion eigener Inhalte. Dabei sollten wir nicht vergessen: Bevor Netflix ins Streaminggeschäft einstieg, basierte das Geschäftsmodell des Unternehmens auf dem Versand von DVDs an die eigene Haustür. Der adaptive Ansatz half dem Unternehmen, das Aufkommen konkurrierender Dienste von Studios zu überstehen, die einst Fernsehinhalte und Filme an Netflix lizenzierten.

Reaktionsfähigkeit: Agilität ist der Schlüssel zu jeder adaptiven Strategie. Traditionelle Ansätze zur Aufrechterhaltung eines Wettbewerbsvorteils sind oft statisch und vorhersehbar. Ein adaptiver Ansatz setzt hingegen auf schnelle Reaktionen. Das erfordert dezentrale Genehmigungsprozesse, damit verschiedene Teams in einer Organisation unabhängig agieren und schnell reagieren können.

Resilienz: Eine variable Strategie allein reicht nicht aus. Für einen adaptiven Ansatz ist die Fähigkeit zur raschen Stabilisierung und Anpassung unerlässlich. Ihr Unternehmen muss in der Lage sein, sofortige Kurswechsel einleiten zu können. Zu Beginn der Coronapandemie fehlten vielen Einzelhändlern schlichtweg die Ressourcen, um einen Lockdown zu überstehen. Diejenigen, die sich schließlich durchsetzen konnten, meldeten sich mit Abhol-, Lieferservices und anderen Lösungen zurück.

Wetterextreme, Stromnetzausfälle, Ressourcenknappheit und andere Katastrophen zeigen, dass in der heutigen Welt eine adaptive Strategie sinnvoll und notwendig ist. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen einen adaptiven Ansatz einführen, spielen visuelle Elemente oft eine wichtige Rolle.

Die Rolle von visuellen Darstellungen bei adaptiven Strategien

Eine adaptive Strategie beruht zwar auf der Prämisse des kontinuierlichen Experimentierens und der Fähigkeit zur unmittelbaren Anpassung, erfordert allerdings trotzdem ein gewisses Maß an Analyse und Planung. Schaubilder, Tabellen, Diagramme und andere visuelle Darstellungen können zur Verdeutlichung einer adaptiven Strategie eingesetzt werden.

Adaptives Planen

Eine adaptive Strategie in Diagrammform darzustellen, scheint zunächst widersprüchlich. Mithilfe von Visualisierungen können Sie allerdings einen Plan skizzieren, Entscheidungen zu Ressourcenzuweisungen treffen und deren Umsetzung anleiten, sodass Sie jederzeit flexibel und reaktionsfähig bleiben.

Unsere Vorlage für die strategische Planung enthält Hinweise und Fragen, die Sie bei der Planung Ihrer adaptiven Strategie unterstützen und die Zusammenarbeit im Team fördern.

  • Zu lösende Probleme/Sachverhalte: Welche Lösungen möchten wir finden? Welche Herausforderungen müssen wir meistern? Gibt es eine Chance, für die wir jetzt bereit sind (oder die wir wahrnehmen müssen), um weiterzukommen?
  • Vorgaben und Ziele: Welche Ziele müssen erreicht werden, damit wir die von uns identifizierten Probleme angehen oder lösen können? Welches ist das wichtigste Ziel, auf das sich alle konzentrieren sollten?
  • Fähigkeiten: Was können wir jetzt tun, um unsere Ziele zu erreichen? Können wir mit unseren Fähigkeiten unsere aktuellen Ziele erreichen? Werden sich diese Fähigkeiten demnächst ändern?
  • Maßnahmen: Welche Maßnahmen sind zum Erreichen unserer Ziele erforderlich? Welche Personen oder Teams werden für die erforderlichen Maßnahmen verantwortlich sein? Wie priorisieren wir die einzelnen Maßnahmen?
  • Initiativen: An welchen Initiativen müssen wir arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen? Welche Initiativen haben unserer Meinung nach Priorität? Gibt es Initiativen, für die wir zuvor eine Genehmigung einholen müssen, bevor wir weiterarbeiten können?
strategische Planung
Vorlage für die strategische Planung (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Mit Lucidspark gelingt es, während des gesamten Prozesses der adaptiven Planung schnell, einfach und intuitiv iterativ zu arbeiten. Und wenn sich Bedingungen, Teammitglieder oder Prioritäten ändern, können Sie auch Ihre Pläne entsprechend anpassen.

Fortschritt sichtbar machen

Die Planung, Zusammenführung und Einführung einer adaptiven Strategie ist erst der Anfang. Sobald die adaptive Strategie vorhanden ist, müssen Sie nachvollziehen können, wie sie sich im Hinblick auf Ihre ursprünglichen Ziele entwickelt. Hierbei haben sich visuelle Hilfsmittel wie Gantt Diagramme als vorteilhaft erwiesen.

Gantt-Diagramm
Beispiel eines Gantt Diagramms (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Gantt Diagramme sind ein visuelles Hilfsmittel, mit dem Sie feststellen können, wie viel Zeit Ihr Projekt in Anspruch nehmen wird. Außerdem können Sie die verschiedenen erforderlichen Ressourcen abschätzen und ermitteln, welche Aufgaben Sie zuerst erledigen sollten.

Gantt Diagramme eignen sich auch hervorragend für die Verwaltung anderer Tätigkeiten, die bei einem Projekt zwischen Aufgaben erledigt werden müssen.

Selbst bei einem adaptiven Ansatz können nicht verwaltete Abhängigkeiten dazu führen, dass Aufgaben „blockiert“, also nicht ausgeführt werden können.

Klare Darstellung von Strategien und Initiativen

Nichts vereint die Elemente einer Strategie und ihren Initiativen in einem einzelnen visuellen Rahmen so gut wie eine Produktroadmap. Eine umfassende Roadmap definiert und kommuniziert nicht nur Ihre langfristige Unternehmensstrategie, sondern auch die darin enthaltenen kurzfristig umzusetzenden Pläne. Damit eignet sich dieses Tool hervorragend zur Darstellung einer adaptiven Strategie.

Produkt-Entwicklungsplan
Beispiel für eine Produktroadmap (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Die Rolle von visuellen Darstellungen – wie Roadmaps – in einem adaptiven Ansatz ist vielschichtig. Sie können Entwicklungsteams dabei helfen, Projekte besser zu priorisieren und Veröffentlichungstermine festzulegen. Aber sie bieten Marketing- und Vertriebsteams auch den passenden Kontext, um den Erwartungen der Kundschaft gerecht zu werden und die Unternehmenskommunikation damit in Einklang zu halten.

Als eine genaue Visualisierung Ihrer adaptiven Strategie sollte eine Roadmap die Aktivitäten erfassen, die Sie innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens durchführen wollen, und dabei alle anstehenden Arbeiten auf einen Blick zeigen. Das Beste daran ist, dass Roadmaps nicht statisch sind. Roadmaps sind Visualisierungen und damit anpassungsfähig, sie können schrittweise Fortschritte darstellen und lassen sich sogar individuell anpassen, wenn für unterschiedliche Zielgruppen verschiedene Ansichten erforderlich sind. 

Bewusstsein für Risiken, Annahmen, Probleme und Abhängigkeiten

Alle erforderlichen Aufgaben innerhalb des kurzen Zeitfensters eines Sprints erledigen zu müssen, kann durchaus entmutigend sein. Zu einer guten agilen Strategie gehört daher die Fähigkeit, das Entwicklungsteam über Risiken, Annahmen, Probleme oder Abhängigkeiten informieren zu können und sicherzustellen, dass jeder den Unterschied kennt.

RAID Logs bieten Teams als visuelles Hilfsmittel eine effektive, organisierte Möglichkeit, Risiken, Annahmen, Probleme und Abhängigkeiten während des gesamten Projektlebenszyklus kontinuierlich aufzuzeichnen und zu verfolgen.

  • Risiken: Ereignisse, die noch nicht stattgefunden haben, die aber, wenn sie auftreten, negative Auswirkungen haben können. So könnte etwa ein wichtiger Partner in der Lieferkette die Preise für ein Teil erhöhen oder es nicht mehr anbieten.
  • Annahmen: Dies sind Aspekte, von denen Sie annehmen, dass sie zum Erfolg eines Projekts beitragen, wie die Beibehaltung desselben Entwicklungsteams oder eine jährliche Budgeterhöhung um 10 %.
  • Probleme: Das sind die Risiken, die aufgetreten sind und die das Unternehmen berücksichtigen oder angehen muss. Beispiel: Ein Kunde hat einen Vertrag gekündigt oder eine bevorstehendes Releasedatum muss verschoben werden.
  • Abhängigkeiten: Andere Projekte, Trigger, von denen Ihr Projekt abhängt oder die von den Ergebnissen Ihres Projekts profitieren, wie das Erreichen von Verkaufszahlen, bevor die Arbeit an einer neuen Version beginnt.

Visuelle RAID Logs bieten die Möglichkeit, diese vier Schwerpunktbereiche bei Unternehmensprüfungen und Folgemeetings schnell und bequem heranzuziehen, um die Kommunikationsfluss in Ihrem Unternehmen aufrechtzuerhalten.

kontinuierliche Verbesserung

Der Nutzen von visuellen Darstellungen in einer adaptiven Strategie endet nicht, sobald das Projekt abgeschlossen ist. Vielmehr erfordert ein adaptiver Strategieansatz eine präzise und effiziente Möglichkeit, um potenzielle Erkenntnisse aufzudecken und diese auf künftige Bestrebungen des Unternehmens anzuwenden. Genau das macht eine adaptive Strategie aus.

Visuell drückt sich dieses Streben nach kontinuierlicher Verbesserung einfach in einer Retrospektive (siehe Vorlage hier) aus.

Eine Retrospektive stellt die vier entscheidenden „Was“-Fragen, an denen alle teilnehmen und ihre Antworten mitteilen können:

  • Was haben wir gut gemacht? Würdigen Sie alle großen und kleinen Erfolge Ihres Teams.
  • Was haben wir gelernt? Welche Erkenntnisse haben wir gewonnen? Haben wir etwas Unerwartetes gelernt?
  • Was sollten wir anders machen? Welchen adaptiven Ansatz würden wir rückblickend anwenden?
  • Was verstehen wir nicht? Erfassen Sie die Bereiche, für die noch kein ausreichendes Verständnis vorliegt.
Retrospektiven-Vorlage
Vorlage für eine Retrospektive (klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Lucidchart ist kollaborativ und offen. So können sich alle, die am Projekt beteiligt sind, an Diskussionen beteiligen.

Für zukunftsorientierte Unternehmen reicht es im heutigen Wettbewerb nicht mehr aus, innovative Produkte auf den Markt zu bringen oder eine revolutionäre neue Dienstleistung einzuführen. Unternehmen profitieren bei der Zielgruppenbindung und Produktentwicklung von einer adaptiven Strategie.

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