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Wie Sie die richtigen OKRs festlegen

Lesedauer: etwa 6 Min.

Die moderne Arbeitswelt ist geprägt von Fachausdrücken und Akronymen. KPIs, QBRs, ROI, B2B – die Liste scheint endlos. Auch wenn manche davon irritierend sein können, bilden diese Abkürzungen eine Art interne Geschäftssprache, mit der wir schnell und effektiv miteinander kommunizieren können.

Hier kommen OKRs, also Ziele und Schlüsselergebnisse (Objectives and Key Results) ins Spiel. Ein weiteres Akronym, das man sich merken muss. Gleichzeitig handelt es sich jedoch um eine unglaublich effektive Managementmethode, mit der Teams auf gemeinsame Ziele und Ergebnisse ausgerichtet werden können. 

Was sind OKRs?

Dazu vorab eine kleine historische Einführung. Das OKR Modell wurde erstmals 1983 in einem Buch von Andy Grove, dem damals dritten Mitarbeiter und ehemaligen CEO von Intel, beschrieben und sofort für seinen einfachen, demokratischen, geradlinigen und ergebnisorientierten Managementansatz gepriesen.

Auch John Doerr, ein weiterer Mitarbeiter von Intel, sang 2017 in seinem Buch „Measure What Matters“ („Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen“) ein Loblied auf das OKR Framework. Er beschreibt darin seine Erfahrungen seit dem Jahr 1980 mit der Implementierung des Systems in fast 100 Unternehmen. In den letzten Jahren haben zahlreiche Unternehmen wie Google, Adobe und Netflix das Framework übernommen, weshalb es nun zunehmend auch in anderen Unternehmen – von Startups bis hin zu multinationalen Konzernen – eingesetzt wird.

Kommen wir nun zur Definition dieses Konzepts. Ein OKR ist ein wichtiger Aspekt der Fortschrittsüberwachung durch OKR Zielsetzungen. Hauptziel der OKRs ist es, Unternehmens-, Team- und persönliche Ziele mit messbaren Ergebnissen zu verbinden, sodass alle in die gleiche Richtung steuern.

OKRs werden in der Regel vierteljährlich festgelegt und bewertet und für jede Unternehmensebene definiert: für das ganze Unternehmen, für das Team und für jeden Einzelnen. Sehen wir uns nun die einzelnen Elemente dieser effektiven Methode zur Zielsetzung an.

Objectives (Ziele): Ziele sind im Wesentlichen Ihre Vision. Dabei handelt es sich um die angestrebten, qualitativen Ergebnisse, die von Ihrem übergeordneten Team oder Ihrem Unternehmen vereinbart wurden. 

Intelligente, ergebnisorientierte Unternehmen setzen mutige, ehrgeizige und unbequeme Ziele. Einige sind sogar der Meinung, es sei sinnvoll, bahnbrechende und nahezu unerreichbare Ziele zu setzen.

Frei nach dem Motto „Greif nach den Sternen“! Falls Ihr Team eines seiner Ziele früher erreicht, sollten Sie die Zielvorgabe anpassen, damit immer auf etwas hingearbeitet werden kann.

Key Results (Ergebniskennzahlen): Key Results sind Meilensteine, die Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen erreichen. Mit ihnen können die Fortschritte beim Erreichen dieser Ergebnisse quantitativ und messbar verfolgt werden.

Key Results sind zwar eine Herausforderung, aber erreichbar. Vor allem sollten Ihre Key Results direkt mit Ihren Zielen übereinstimmen. Wenn ein Teammitglied ein persönliches Ziel verfolgt, können einige Key Results festgelegt werden, die ihm dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen. Diese Key Results beeinflussen jedoch nicht, wie Sie am Quartalsende die Performance bewerten. 

OKRs werden aus gutem Grund auf breiter Front eingesetzt. Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen, die eindeutige OKRs festlegen, drei Mal höhere Gewinnspannen im Jahr erzielen. Die Harvard Business Review berichtet außerdem, dass Unternehmen mit hochgradig aufeinander abgestimmten Mitarbeitenden mit einer mehr als doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit zu den Leistungsträgern gehören.

Wie Sie die richtigen OKRs festlegen

Wie stellen Sie also sicher, dass Sie die OKRs richtig festlegen? Diese Aufgabe kann einschüchternd wirken, mit etwas Anleitung und Übung gestaltet sich der Prozess jedoch von Quartal zu Quartal einfacher und intuitiver, was sich in Ihren Geschäftsergebnissen niederschlagen wird. 

Legen Sie 3 bis 5 Ziele fest

Warum drei bis fünf? Diese Anzahl von Zielen ist realistisch zu erreichen. Bei mehr als fünf Zielen geht der Fokus im Team verloren. Bei weniger als drei Zielen denken Sie jedoch nicht umfangreich genug. Google empfiehlt, für jedes Ziel außerdem 3 bis 5 Key Results festzulegen.

Setzen Sie sich hohe Ziele

Setzen Sie Ihre Kernziele nicht taktisch, sondern ambitioniert. Formulieren Sie Ihre Ziele möglichst inspirierend und motivierend für Ihre Teams. 

Vielleicht haben Sie eine neue Version eines Produkts auf den Markt gebracht und möchten nun die Kundenakzeptanz erhöhen. Ein Ziel könnte beispielsweise lauten: „Kunden dazu inspirieren, Fürsprecher der Marke zu werden“. Dies ist ein gutes Ziel, weil es hochgesteckt und ambitioniert ist und direkt an die Unternehmensergebnisse gebunden ist. 

Setzen Sie außerdem OKRs, bei denen sich Ihre Teams anstrengen müssen, um sie zu erreichen. Ziele, die zu leicht oder zu schwer sind, wirken demotivierend. 

Bleiben Sie konkret und scheuen Sie sich nicht vor Zahlen

Wenn Sie Ihre Ziele festgelegt haben, können Sie Zeitstrahlen definieren und die Kennzahlen für die einzelnen Ziele bestimmen. Scheuen Sie sich dabei nicht vor Zahlen. Wenn Ihr Ziel ist, Kunden in Fürsprecher Ihrer Marke zu verwandeln, könnte das Ziel mit dieser Methode erreicht werden: „Einen Kundenbeirat mit 10 Bestandskunden einrichten“.

Fördern Sie Teamarbeit

Die Gesamtziele des Unternehmens können von der Geschäftsleitung festgelegt werden. Es empfiehlt sich jedoch, vierteljährlich ein OKR Meeting abzuhalten, um die Teams auf die wichtigsten Ziele auszurichten und es allen Beteiligten zu ermöglichen, ihre eigenen Key Results zu erstellen, damit sie ihre Ziele erreichen können. Ermöglichen Sie Ihren Teams, flexibel zu sein, wenn es darum geht, ihre Ziele zu erreichen. Die Key Results müssen zwar messbar, aber nicht unbedingt rigide sein.

Verfolgen Sie Fortschritte und feiern Sie Erfolge

Durch regelmäßige Kontrollbesuche können Sie sicherstellen, dass Ihre Teams bei jedem ihrer Key Results Fortschritte machen. Regen Sie die Teams dazu an, auch kleine Erfolge zu feiern und sich nicht nur auf das Endziel zu konzentrieren. Auch wenn Ihre Teams nicht 100 % ihrer OKRs erreichen, ist jeder Fortschritt in Richtung der Ziele Ihres Unternehmens es wert, anerkannt und gefeiert zu werden. 

Nehmen Sie bei Bedarf Anpassungen vor

Wie bereits erwähnt, sollten die Ziele zwar ehrgeizig, aber nicht in Stein gemeißelt sein. Manchmal ändern sich geschäftliche Prioritäten und Sie müssen Ihre Ziele auf eine neue Vision ausrichten. Andererseits kann es vorkommen, dass ein Key Result aus Gründen, auf die Sie keinen Einfluss haben, nicht erreicht werden kann. Es ist zwar wichtig, dass Sie Ihre OKRs bewusst festlegen. Sie sollten jedoch flexibel sein, wenn etwas schiefläuft, statt Ihre Teams auf Misserfolge oder Enttäuschungen einzustellen.

Inwiefern profitieren Unternehmen, wenn sie OKRs festlegen?

Nicht alle Ziele sind gleich. Tatsächlich scheitern Unternehmen selbst mit der besten Planung in 70 % der Fälle daran, ihre strategischen Ziele zu erreichen. OKRs sind effektiv, weil sie der täglichen Arbeit mehr Klarheit, Fokus und Kooperation verleihen. 

Klarheit der Zielsetzung

Ein Ziel kann nicht erreicht werden, wenn es nicht gesetzt wurde. Zielsetzungen bieten Ihren Teams eine klare Roadmap, anhand derer sie ihre täglichen Aktivitäten direkt auf ein übergeordnetes Ziel ausrichten können. 

Teamorientierung

Wenn man ohne einen konkreten Zweck und ohne klare Zielvorgaben arbeitet, fühlt es sich oft so an, als drehe man sich im Kreis. Durch die Festlegung von OKRs können Sie das Engagement Ihrer Mitarbeitenden verbessern und dafür sorgen, dass die Teams im Gleichschritt zusammenarbeiten.

Zusammenarbeit im Team

Wenn Teams auf die gleichen Schlüsselziele hinarbeiten und der Erfolg vom Erreichen persönlicher Key Results abhängt, besteht der Anreiz, Ziele unternehmensweit zu kommunizieren, das Vertrauen in die Führung wird gestärkt sowie die Kollaboration und Teamarbeit gefördert. 

Verfolgung von OKRs 

Das Aufstellen von OKRs hat viele Vorteile für Ihr Unternehmen, sowohl strategisch als auch kulturell. Es handelt sich jedoch nicht um ein Rahmenwerk, das man nur pro forma einrichten sollte. Die Nachverfolgung ist ein wesentlicher Bestandteil der OKR Zielsetzungsmethode.

Natürlich werden Sie die Fortschritte in Bezug auf Ihre Ziele und Schlüsselergebnisse in den dafür festgelegten Zeiträumen verfolgen. Sie sollten sich jedoch auch regelmäßig einen Überblick über Ihre Fortschritte verschaffen. Bei diesen Checkins können Sie beobachten, welche Teams womöglich hinterherhinken und wo Ziele angepasst werden müssen.

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