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Design-Thinking-Workshop

Wie die Durchführung eines Design-Thinking-Workshops gelingt

Lesezeit: ca. 8 min

Stellen Sie sich das letzte Problem vor, das Sie zu lösen versuchten. Oder die letzte Idee, die Sie ausführen und voranbringen wollten. Welche Herangehensweise haben Sie zur Lösungsfindung oder der erfolgreichen Markteinführung gewählt? Vielleicht haben Sie bloß Ihrem Bauchgefühl vertraut. Oder Sie haben sich auf Ihre Vorannahmen verlassen, um das bestmögliche Ergebnis oder Produkt zu entwickeln. Auch das ist ein vernünftiger Ansatz. Aber haben Sie sich die Zeit genommen, darüber nachzudenken, warum und wie das Problem entstanden ist? Haben Sie die vielfältigen Möglichkeiten durchleuchtet, wie sich ein Endbenutzer mit Ihrem Produkt oder Ihrer Idee auseinandersetzen wird? 

Falls nicht, sind Sie wahrscheinlich nicht mit dem Konzept von Design Thinking vertraut – einem bewährten, kollaborativen Ansatz, der zur Lösung alltäglicher und organisatorischer Probleme herangezogen wird. Untersuchungen des Design Management Institute zeigen, dass Firmen, die einer designgesteuerten Strategie folgen, den S&P-Index innerhalb von 10 Jahren um 219 % übertrafen.

Wie können Sie innerhalb Ihres Unternehmens kollaboratives Design Thinking voranbringen und etablieren? Hierzu bietet sich ein Design-Thinking-Workshop an. So kann sich Ihr Team mit dem Prozess vertraut machen und der kreativen Lösungsfindung freien Lauf lassen. 

Was ist Design Thinking? 

Ein verändertes Mindset oder eine neue Herangehensweise an eingestaubte Arbeitsprozesse können zu enormen Verbesserungen im Arbeitsalltag führen. Hier kommt das Konzept von Design Thinking ins Spiel – ein strukturierter Ansatz zur Problemlösung, der Menschen dabei hilft, ungünstige Arbeitsweisen, die Kreativität und Innovation hemmen, erfolgreich abzulegen. Und das gilt, wohlgemerkt, nicht nur für Designer oder Kreative. 

Beim Design Thinking stehen die Bedürfnisse des Kunden oder Benutzers im Mittelpunkt. Aus dieser Sicht verschiebt sich der Fokus darauf, vorgefasste Annahmen in Frage zu stellen, Problemstellungen neu zu definieren und Lösungen zu entwickeln, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Es handelt sich demnach genauso um eine praktische Arbeitsanleitung wie auch um eine umfassende Geisteshaltung. Lassen Sie uns gemeinsam die verschiedenen Phasen des sehr klar definierten Prozesses genauer ansehen. 

Die 5 Phasen des Design Thinking

Für den Ablauf des Design-Thinking-Prozesses existieren verschiedene Spielarten. Allen ist es jedoch gemein, dass die Bedürfnisse des Nutzers oder Endkunden im Mittelpunkt stehen. Die im Folgenden dargestellten fünf Phasen sind Teil eines fünfstufigen Modells, ausgearbeitet vom Hasso-Plattner-Institut in Stanford, auch bekannt als d.school. Der vorgeschlagene Prozess ist nicht notwendigerweise linear vorgesehen – jeder der einzelnen Schritte kann eine kreative Herangehensweise an die Lösung eines aktuellen Problems darstellen.

Empathie aufbauen

Die Erkenntnis, dass ein Problem existiert, ist nur die eine Seite der Medaille. Sich aber in die Lage derer zu versetzen, die dem Problem ausgesetzt sind, geht einen Schritt weiter. Beim Konzept des Design Thinking geht es vor allem darum, die Zielgruppe zu verstehen und dank empathischer Beweggründe aktiv zu werden. Das Ergebnis dieses Vorgehens ist die Entwicklung einer Lösung oder eines Produkts, ausgerichtet auf den Endbenutzer oder den Kunden.

Definieren

Welches Problem möchten Sie lösen? Warum gibt es dieses Problem? Wie ergeht es den Menschen, die dieses Problem erleben? Wie könnte eine adäquate Lösung aussehen? Ist das Problem identifiziert und haben Sie die Sichtweise der Betroffenen verstanden, geht es darum, einen klaren Rahmen für die nächsten Schritte zu erarbeiten.

Ideenfindung

Nach der erfolgreichen Definition eines Problems zeichnet sich möglicherweise die beste Lösung bereits ab. Die offensichtlichste Lösung kann natürlich ebenfalls in Betracht gezogen werden. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei nicht immer um die wirkungsvollste Lösung handelt. Fordern Sie gemeinsam mit anderen Ihre Vorannahmen heraus und hinterfragen Sie Ihre Herangehensweise. Es ist natürlich großartig, wenn sich Ihr ursprünglicher Lösungsansatz tatsächlich als optimal herausstellt. Sich hingegen die Zeit zu nehmen, Ideen kreativ zu entwickeln, kann dazu beitragen, eine herausragende, ja vielleicht sogar eine bahnbrechende Idee zu finden.

Prototyp 

Wie lässt sich nun am besten herausfinden, ob die entwickelte Lösung die richtige ist? Sie testen die von Ihnen aufgestellte Hypothese! Beginnen Sie mit dem Skizzieren, dem Erschaffen von Prototypen und der Herstellung. In dieser Phase ist es möglicherweise notwendig, dass Sie vorherige Schritte erneut durchführen müssen. Lassen Sie sich davon nicht beirren. Vertrauen Sie dem Prozess und bleiben Sie flexibel. 

Testen 

Nicht für alle Probleme ist die Herangehensweise „Erst loslegen – Fragen erst im Anschluss stellen“ der richtige Ansatz. Beispielsweise kann es den Prozess zunächst verlangsamen, wenn man versucht, verschiedene Sichtweisen zu einem Problem zu sammeln. Letztendlich besteht aber die Möglichkeit, dass auf diese Weise deutlich inklusivere Produkte entwickelt werden. Einen echten Mehrwert schaffen Sie jedoch vor allem dann, wenn Sie Ihre Ideen testen und sie anschließend verbessern.

Die Vorzüge eines Design-Thinking-Workshops

Der Ansatz des Design Thinking zur Problemlösung ist nicht nur für Designer geeignet. Wenn Sie mit diesem Konzept auf Lösungssuche gehen, können Sie praktikable und benutzerorientierte Ideen entwickeln, die eine schnelle Markteinführung ermöglichen, die Kundenbindung verbessern, die Kosten senken und den ROI steigern. Ihr Unternehmen profitiert jedoch nicht nur von diesen sehr taktischen und wirtschaftlichen Vorteilen, Design Thinking kann zudem eine tiefgreifende positive Auswirkung auf Ihre Unternehmenskultur haben. 

Erschaffen Sie eine Kultur der kreativen Problemlösung 

Die Fähigkeit, Probleme effizient zu lösen, ist sowohl im Alltag als auch im Berufsleben eine der wesentlichsten Fähigkeiten. Die Verinnerlichung des Design-Thinking-Ansatzes kann Ihrem Team helfen, diese Fähigkeiten zu entwickeln und Sie auf alle noch kommenden Herausforderungen anzuwenden.

Anfänglicher Misserfolg, triumphales Ende

Durch die Flexibilität und die sich wiederholenden Vorgänge von Erschaffen und Testen wechseln sich auch die Prozesse des Scheiterns und Lernens ständig ab. Auf diese Weise können Sie es vermeiden, dass unerwartete Probleme oder Hürden die Lösungsentwicklung zum Scheitern führen.

Fördern Sie Innovation und Teamwork 

Einer der Grundzüge des Design-Thinking-Ansatzes ist es, die Zusammenarbeit und den Blick über den Tellerrand hinaus zu fördern. Dieses Vorgehen bindet alle ein, ob Neulinge oder altgediente Mitarbeiter. Jeder ist dazu aufgefordert, Ideen einzubringen, Gruppendenken zu vermeiden und Innovation zu fördern.

Aufbau eines Wettbewerbsvorteils

Innerhalb eines Design-Thinking-Workshops können bahnbrechende Ideen oder Lösungen entwickelt werden, die es Ihrem Unternehmen ermöglichen, sich von der Konkurrenz abzuheben. 

Wie die Durchführung eines Design-Thinking-Workshops gelingt

Nun, da alle Fragen (Wer, Was, Wo und Warum) des Prozesses durchgearbeitet wurden, lassen Sie uns das „Wie“ genauer betrachten. Wie gelingt es, einen erfolgreichen Design-Thinking-Workshop auf die Beine zu stellen? Mit einigen leicht zu folgenden Schritten lassen sich bereits gute Ergebnisse erzielen.

Ziele festlegen

Was genau wollen Sie mit der Durchführung des Workshops erreichen? Bevor Sie den Termin für alle Teilnehmer festlegen, definieren Sie klar abgegrenzte und wünschenswerte Ergebnisse des Meetings.

Das Problem bestimmen und erfassen

Seien Sie so konkret wie nur möglich. Die Unternehmenskultur von Grund auf neu zu erschaffen, klingt natürlich verlockend und ist ein aufregendes Projekt. Aber wenn das gewünschte Ergebnis zu umfassend ist, wird es schwer, umsetzbare und durchführbare Ziele zu formulieren. 

Festlegung einer Tagesordnung 

Wenn Sie keine Agenda festlegen, wird Ihr Meeting oder Workshop mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Misserfolg erleiden. Legen Sie einen Zeitplan für den Workshop fest und fügen Sie diesen der Einladung zum Meeting bei. So geben Sie den Teilnehmern die Möglichkeit, sich auf die festgelegten Themen vorzubereiten. Wie beim Design-Thinking-Ansatz schadet auch hier eine gewisse Flexibilität nicht. Jedoch ist es wichtig, dass Sie klare Meilensteine im Ablauf definieren, sodass der Workshop auf Kurs gehalten werden kann.

Notwendiges Material für alle zur Verfügung stellen

Teilen Sie bereits im Vorfeld der Besprechung alle relevanten Informationen und Details mit Ihrem Team. Das zur Verfügung gestellte Material muss nicht ausgefallen und extravagant sein. Es reicht, wenn Sie sich an die Basteltage in der Grundschulzeit erinnern. Bunte Post-its, Klebeband, Marker, Plastikbecher – gestalten Sie einen positiven und kreativen Rahmen. Leiten Sie diesen Workshop vom Homeoffice aus, ermöglicht ein interaktives digitales Whiteboard wie jenes von Lucidspark die visuelle und standortunabhängige Zusammenarbeit in Echtzeit.

Beginnen Sie mit einer lockeren Aktivität

Sie beginnen kein hartes und langes Training, ohne sich vorher richtig aufzuwärmen. Die selbe Herangehensweise gilt, wenn Sie Ihr Team auf einen erfolgreichen Design-Thinking-Workshop einschwören wollen. Wortspiele, schnelle Improvisationen wie Scharade oder die Möglichkeit, eine ausgefallene, extravagante Idee zu präsentieren – vieles ist möglich. 

Eine weitere Idee: Bitten Sie alle Teilnehmer, Ihren vollen Namen gleichzeitig mit beiden Händen in entgegengesetzte Richtungen zu schreiben. So werden sowohl die logische linke als auch die kreative rechte Gehirnhälfte erfolgreich aktiviert. Überbewerten Sie diese Übungen nicht. Aber das kreative Warm-up bereitet Ihr Team auf einen innovativen Sprint vor. 

Verschriftlichen Sie den Workshop

Lassen Sie den Workshop von jemandem mittels Notizen und Fotos dokumentieren, ohne die Teilnehmer dabei abzulenken. Möchten Sie den Workshop im Anschluss rekapitulieren, kann sich diese Dokumentation als „Versionskontrolle“ sehr nützlich erweisen. Teilen Sie die Fotos auch mit Ihrem Team. So werden diese auch in Ihrer alltäglichen Arbeit daran erinnert, den kollaborativen Design-Thinking-Ansatz nicht aus dem Blick zu verlieren.

Raum zum Nachdenken ermöglichen

Planen Sie genügend Zeit am Ende des Workshops für eine gemeinsame Bewertung und Reflektion des Prozesses. Evaluieren Sie Ihren Fortschritt und seien Sie stolz auf das, was Sie geleistet haben. 

Ist es Ihnen gelungen, Ihr Team mit den Prinzipien des Design Thinking vertraut zu machen, können Sie diese Art von Workshops auch für alle kommenden Probleme und Herausforderungen einsetzen. Das Ergebnis ist ein gemeinschaftlicher und kreativer Ansatz zur Problemlösung, der das gesamte Team zur Interaktion und zu hohem Engagement einlädt.

illustration of people working together

Lucidspark ermöglicht es Ihnen, einen Design-Thinking-Workshop gemeinsam mit Ihrem Team durchzuführen.

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Lassen Sie gemeinsam mit Lucidspark und Ihrem Team der Kreativität beim Brainstorming freien Lauf.

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Lucidspark und Zoom bereichern die Zusammenarbeit

Über Lucidspark

Lucidspark ist ein virtuelles Whiteboard, das Ihnen und Ihrem Team die Zusammenarbeit erleichtert. So kommen die besten Ideen zum Vorschein. Es verfügt über Haftnotizen, Tools zum Freihandzeichnen sowie eine unbegrenzte Arbeitsfläche – kurz gesagt: alles, was man zum Erfassen der nächsten durchschlagenden Idee braucht. Und es wurde speziell für die Zusammenarbeit entwickelt. Sie können sich das in etwa wie einen Experimentierkasten vorstellen, in dem Ihr Team gemeinsam in Echtzeit Ideen erörtern und Innovationen hervorbringen kann.

Präsentiert von den Machern von Lucidchart, dem 25 Millionen Anwender weltweit vertrauen, darunter 99% der Fortune 500.

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