Digitale Zusammenarbeit

Studie zeigt: Digitale Zusammenarbeit für viele Deutsche noch notwendiges Übel

Lesedauer: etwa 7 Min.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer:innen beschreibt digitale Zusammenarbeit zwar als nützlich – aber wenige empfinden sie als reizvoll, wirkungsvoll oder äußerst wichtig. Trotzdem wird sie als Zukunft der Arbeitswelt gesehen.

Die Studie beleuchtet auch die Herausforderungen, die mit dem Manager und Managerinnen einer auf verschiedene Arbeitsorte verteilten Belegschaft einhergehen. Zudem bietet sie Einblicke in die Art und Weise, wie Unternehmen sich anpassen und den Anforderungen von Mitarbeitenden mit verschiedenen Kollaborations-Stilen gerecht werden können.

 

Die Trends in der digitalen Zusammenarbeit

digitale Transformation

Der Bericht zeigt, dass sich deutsche Arbeitnehmer:innen an virtuelle Meetings gewöhnt haben. 84 % der Befragten gehen demnach davon aus, dass virtuelle Meetings in absehbarer Zukunft die Norm sein werden. Was zunächst nach einer hohen Porzentzahl klingt, relativiert sich beim Vergleich mit den anderen vier an der Umfrage beteiligten Ländern: USA (92 %), Australien (87 %) und Großbritannien (89 %). Einzig die Niederlande sind hier gleichauf mit Deutschland (84 %).

Darüber hinaus haben sich 85 % der Befragten in Deutschland seit Beginn der Pandemie mit der digitalen Zusammenarbeit angefreundet. 77 % der Studienteilnehmer:innen sagen außerdem, dass die virtuelle Zusammenarbeit mit ihrem Team unerlässlich ist, um ihre Arbeit effektiv erledigen zu können. Ebenfalls 77 % geben an, dass ihr Unternehmen virtuelle Meetings für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit nutzt. Die Befragten erkennen grundsätzlich die wichtige Rolle, die die digitale Zusammenarbeit heute für eine gute Zusammenarbeit im Team und die Teamkultur spielt. Im direkten Ländervergleich fällt jedoch auf: Arbeitnehmer:innen in Deutschland stehen dem manifestierten Credo, dass virtuelle Meetings zur neuen Normalität gehören, auch nach über zwei Jahren Pandemie und trotz des global stark gewachsenen Trends in Richtung Homeoffice, kritisch gegenüber.

Ein möglicher Grund für den fehlenden Enthusiasmus: In deutschen Homeoffice scheint das Teamgefühl zu fehlen. Nur 55 % der Befragten gaben an, dass virtuelle Tools für Aktivitäten oder Events im Team genutzt werden. Zum persönlichen Austausch untereinander werden sie auch lediglich von 63 % genutzt. Dies ist im Ländervergleich extrem gering – blickt man auf die USA nutzen dort 71 % der Unternehmen virtuelle Tools für soziale Events und 82 % der Mitarbeitenden networken dort digital.

Die Omnipräsenz von virtuellen Kollaborations-Tools für den hybriden Arbeitsplatz hat auch die Kommunikation und die Beteiligung von Mitarbeitenden erhöht, die sonst vielleicht keinen Beitrag leisten würden. Von allen Befragten in Deutschland bemerkt jede:r Siebte (72 %) in virtuellen Meetings, wie Kollegen und Kolleginnen Ideen einbringen und sich an Gesprächen beteiligen, die sich normalerweise nicht zu Wort melden. 70 % sagen, dass die Chat-Funktion sie zu einer aktiven Teilnahme am Meeting verleitet.

 

Herausforderungen und neu entstehende Formen der Zusammenarbeit

Obwohl virtuelle Meetings in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen haben, bevorzugen viele laut der Studie nach wie vor die persönliche Zusammenarbeit (67 %), da sie virtuelle Meetings als weniger produktiv und kollaborativ ansehen.

Während sich die Arbeitnehmer:innen in Deutschland also an diesen hyperdigitalen Arbeitsplatz anpassen, gibt es derzeit immer noch Unzulänglichkeiten in der Zusammenarbeit:
 

  • 67 % nennen mindestens ein Problem mit den derzeitigen Technologien für die digitale Zusammenarbeit und wünschen sich eine höhere Nutzungsfreundlichkeit.
  • 63 % geben zu, dass sie während eines virtuellen Meetings Multitasking betreiben.
  • 51 % geben an, dass das Fehlen einer klaren Richtung oder Tagesordnung eine Herausforderung darstellt. Im Ländervergleich stellt dies den höchsten Wert dar 
  • Fast ein Drittel (29 %) wünscht sich bessere Möglichkeiten, die wichtigsten Erkenntnisse und Maßnahmen während Besprechungen zu visualisieren, um so einen klaren Überblick über To-dos zu erhalten.

Die Untersuchung hat auch ergeben, dass etwa die Hälfte der Befragten in Deutschland bevorzugte Arten der Zusammenarbeit hat – und dass Unternehmen bessere Prozesse und Lösungen benötigen, um dies zu ermöglichen.

  • Ausdrucksstark: Diese Mitarbeitende bevorzugen ansprechendere visuelle Formen der Zusammenarbeit, wie zum Beispiel interaktive Diagramme, Zeichnungen und Grafiken. So stimmen 60 % derjenigen Befragten, die sich selbst als ausdrucksstark bezeichnen, zu: Ihnen helfe die Verwendung von Reaktionen, GIFs und Emojis dabei, sich bei der virtuellen Zusammenarbeit mit dem Team auszudrücken.
  • Introspektiv: Diese Mitarbeitende sind von Natur aus eher introvertiert und neigen zu einem überlegteren, bewussteren Ansatz bei der Zusammenarbeit. 48 % der Studienteilnehmenden, die sich selbst als eher introvertiert einstufen, geben an, dass in virtuellen Meetings hauptsächlich geredet und sich ausgetauscht wird, als dass Dinge erledigt würden.
  • Beziehungsorientiert: Diese Mitarbeitende fühlen sich durch sinnvolle menschliche Beziehungen zu ihren Kollegen und Kolleginnen am wohlsten und bevorzugen Technologien, die eine direkte zwischenmenschliche Teamarbeit ermöglichen. 46 % von ihnen geben an, dass die Zusammenarbeit in virtuellen Meetings an ihrer Energie zehre, weil sie sich nicht so beteiligten, wie sie es in einem realen Umfeld täten.

Gifs und Emojis

Obwohl Funktionen wie GIFs, Emojis und Chats den Selbstausdruck fördern können, sind sie dennoch begrenzt – 61 % der Studienteilnehmer:innen sagen, dass virtuelle Meetings von den lautesten und aktivsten Personen dominiert werden. Fast ebenso viele (59 %) sind der Meinung, dass in Meetings oft nicht die Sichtweise aller Beteiligten erfasst wird, weil schlicht zu viele Menschen beteiligt sind. Diese Mitarbeitende werden Unterstützung benötigen, um ihr volles Potenzial im „Next Normal“ auszuschöpfen – einem Wandel des Arbeitsplatzes hin zu einem hybriden Umfeld, in dem digitale Lösungen der Katalysator für Kreativität und Zusammenarbeit sind. Manager und Managerinnen sollten darauf achten, wie sie die verschiedenen Arten der Zusammenarbeit während der Meetings einsetzen, um einerseits Flexibilität sicherzustellen und andererseits den individuellen Bedürfnissen aller Teammitglieder gerecht werden.

 

Zusammenarbeit im „New Normal“

„Die globale Pandemie hat zwei Jahre lang für Ungewissheit darüber gesorgt, wie sich unsere Rückkehr ins Büro gestaltet, einschließlich der Frage, wie sich die Mischung aus Remote-, Präsenz- und Hybrid Mitarbeitenden auf den Arbeitsplatz auswirken wird“, sagt Nathan Rawlins, CMO bei Lucid Software, und fügt hinzu „Inmitten ebendieser Unsicherheit haben sich die Mitarbeitenden angepasst: Unsere Daten zeigen, dass es eine positive Dynamik bei der digitalen Zusammenarbeit gibt – aber auch Herausforderungen. Daher werden Unternehmen stark davon profitieren, wenn sie diese unterschiedlichen Arbeitsweisen und Anforderungen ihrer Angestellten in den Fokus rücken.“

Auch die Mitarbeitenden können eine große Hilfe sein, um die Herausforderungen, die sie bei der virtuellen Zusammenarbeit erleben, zu bewältigen. Zwei Drittel der Befragten schlagen zusätzliche Verbesserungen zur Optimierung der digitalen Zusammenarbeit vor, wie zum Beispiel die Bereitstellung besserer Funktionen, die Besprechungen oder die Integration anderer Anwendungen erleichtern.

Homeoffice ist der neue Standard. Daher müssen sich Unternehmen anpassen und neue Funktionen implementieren, um die Lücke in der Zusammenarbeit für hybrid und remote arbeitende Kollegen und Kolleginnen zu schließen. Der Erfolg im „Next Normal“ wird davon abhängen, ob es gelingt, die digitale Zusammenarbeit zu verbessern, um die Bedürfnisse aller Mitarbeitenden zu erfüllen und ein neues Niveau an Produktivität und Innovation zu erreichen.

Weitere Informationen über die Studie und darüber, wie Unternehmen am besten zusammenarbeiten können, finden Sie hier

Methodik

Die Lucid-Studie wurde von The Harris Poll im November 2021 durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von 3 012 Befragten aus den Vereinigten Staaten, Australien, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Die Befragten arbeiten Vollzeit und nehmen in einer typischen Arbeitswoche an mindestens einem virtuellen Meeting teil.

Über Lucid Software

Lucid bietet die einzige visuelle Kollaborations-Suite, die Teams dabei hilft, die Zukunft zu gestalten – von der Idee bis zur Umsetzung. Mit den Produkten Lucidchart, Lucidspark und Lucidscale können Teams Ideen in die Realität umsetzen, Komplexität verdeutlichen und visuell zusammenarbeiten, egal wo sie sich gerade befinden. Die Produkte von Lucid werden von führenden Unternehmen auf der ganzen Welt eingesetzt, darunter Kunden wie Google, GE, NBC Universal und T-Mobile. Zu den Partnern von Lucid gehören Branchenführer wie Google, Atlassian, Amazon Web Services, Salesforce und Microsoft. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte, sein Geschäft und seine Unternehmenskultur erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter www.lucid.co/de

 

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Über Lucidspark

Lucidspark ist ein virtuelles Whiteboard, das Ihnen und Ihrem Team die Zusammenarbeit erleichtert. So kommen die besten Ideen zum Vorschein. Es verfügt über Haftnotizen, Tools zum Freihandzeichnen sowie eine unbegrenzte Arbeitsfläche – kurz gesagt: alles, was man zum Erfassen der nächsten durchschlagenden Idee braucht. Und es wurde speziell für die Zusammenarbeit entwickelt. Sie können sich das in etwa wie einen Experimentierkasten vorstellen, in dem Ihr Team gemeinsam in Echtzeit Ideen erörtern und Innovationen hervorbringen kann.

Präsentiert von Lucidchart, der Plattform, der Millionen Anwender weltweit vertrauen, darunter 99 % aller Fortune-500-Unternehmen.

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