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Herausforderungen bei der digitalen Transformation

Was verzögert Ihre digitale Transformation?

Lesedauer: etwa 7 Min.

Stellen Sie sich vor, Sie besuchen eine Bibliothek in den 1950er Jahren. Damals mussten Sie zunächst das Buch im Zettelkatalog nachschlagen – einem riesigen Aktenschrank, in dem alle Bücher der Bibliothek auf einzelnen Karteikarten verzeichnet waren. Dann mussten Sie das Buch mithilfe der Dewey-Dezimalklassifikation in den Regalreihen suchen. Um das Buch dann zu entlehnen, mussten Sie Ihren Bibliotheksausweis an der Ausleihe vorzeigen, wo das Abgabedatum im Buchinneren vermerkt wurde. 

Dieses manuelle System der Bibliotheksverwaltung funktionierte zwar jahrzehntelang, ließ allerdings einiges zu wünschen übrig. Dieses Beispiel lässt sich auf viele Unternehmen vor ihrer digitalen Transformation übertragen: Sie funktionieren, aber von Aufblühen kann keine Rede sein. Dasselbe gilt allerdings auch für Unternehmen, die die digitale Transformation gewagt haben, nur um dann in einer Flut von neuen Herausforderungen unterzugehen. 

Die Modernisierung Ihres Unternehmen ist essenziell, aber es ist genau so wichtig, zu verstehen, dass eine digitale Transformation nicht von einem Tag auf den anderen geschieht und meist auch nie abgeschlossen ist: Es ist ein kontinuierlicher Prozess. 

Legen wir direkt los: In diesem Artikel stellen wir Ihnen eine digitale Transformationsstrategie vor, die sich durch ständige Anpassungen an Marktveränderungen und neue Technologien auszeichnet.

Was verzögert Ihre digitale Transformation?

Es gibt viele Faktoren, die Ihre digitale Transformation bisher behindert haben könnten. Es folgen einige gängige Probleme:

1. Sie dachten, es ginge bei der digitalen Transformation nur um die Einführung neuer Technologien

Die digitale Transformation bedingt auch eine kulturelle Umstrukturierung. Denken wir noch einmal an das Beispiel der Bibliothek. Als die Bibliotheken damit begannen, sich von den Zettelkatalogen zu trennen, gingen viele Bibliotheksangestellte auf die Barrikaden: Zettelkataloge waren für sie beinahe heilig und die Umstellung fiel ihnen schwer. 

Ihre digitale Transformationsstrategie kann noch so großartig sein, wenn die neuen Lösungen keine Akzeptanz finden, wird das Vorhaben zwangsläufig im Sande verlaufen.

Was Sie tun können: Die digitale Transformation muss von der obersten Führungsebene ausgehen. Wenn die Unternehmensleitung hinter der Transformation steht, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass mehr Menschen die neuen Arbeitsabläufe annehmen werden. 

2. Ihr Team verfügt nicht über die nötige Expertise

Veränderungen sind schwierig. Die Einführung neuer Technologien kann überfordernd sein und vielleicht zögern Ihre Mitarbeitenden noch, weil ihnen die Umsetzung der neuen Abläufe schwerfällt. 

Was Sie tun können: Seien Sie verständnisvoll und geduldig und bieten Sie umfassende Schulungen an. Erwarten Sie nicht, dass jeder den Dreh nach nur einer Sitzung raus hat. Möglicherweise müssen Sie praktischer an die Sache herangehen und jedes Teammitglied einzeln mit der neuen Technologie vertraut machen. 

Stellen Sie sich außerdem darauf ein, dass sich alles dramatisch verlangsamt, während sich Ihr Team an die neuen Arbeitsprozesse gewöhnt. Vielleicht müssen Sie Teile Ihrer Arbeit auslagern oder temporär externe Anbieter mit ins Boot holen.

3. Sie haben sich zu viel auf einmal vorgenommen

Vielleicht waren Sie vor lauter Vorfreude zu ehrgeizig und haben versucht, die digitale Transformation in allen Bereichen Ihres Unternehmens gleichzeitig einzuleiten. Jetzt stehen Sie vor einem Trümmerfeld aus unterbrochenen Prozessketten, frustrierten Teammitgliedern und einer Vielzahl an teuren Abonnements sowie ausufernden Cloud-Kosten.

Was Sie tun können: Erstellen Sie einen Plan für die digitale Transformation. Beginnen Sie beispielsweise mit den wichtigsten und wirkungsvollsten Bereichen Ihres Unternehmens und arbeiten Sie sich langsam zu größeren, umfassenderen Initiativen vor. 

Wenn Sie z. B. eine vollständige Cloud-Migration anstreben, dann versuchen Sie nicht, alle Ihre Anwendungen voreilig von einem Tag auf den nächsten in die Cloud zu verlagern. Integrieren Sie zunächst die wichtigste Anwendung, überprüfen Sie, ob sie voll funktionsfähig ist und reibungslos läuft, und machen Sie dann erst weiter. 

Transformation bedeutet nicht unbedingt schnell. In den meisten Fällen geht sie langsam und bedächtig vonstatten.

4. Sie haben sich von kleineren Rückschlägen entmutigen lassen

Wenn Sie dem oben genannten Ratschlag folgen und klein anfangen, können kleinere Herausforderungen Ihrer übergeordneten digitalen Transformationsstrategie nicht in die Quere kommen. Dennoch kann es zu Schwierigkeiten bei der Ausweitung auf andere Bereiche kommen.

Was Sie tun können: Konzentrieren Sie sich auf kleine Erfolge und analysieren Sie dabei, was die Ausweitung auf andere Bereiche behindert hat. Lag es an einer bestimmten Abteilung? Hat es Ihre Führung versäumt, sich für die digitale Transformation im gesamten Unternehmen einzusetzen? Gleichen Sie die Antworten auf diese Fragen nun mit den erzielten Erfolgen ab und ergründen Sie mögliche Zusammenhänge. Sobald Sie verstehen, was gut und was schlecht gelaufen ist, können Sie diese Probleme angehen und mit der Ausweitung Ihrer Strategie fortfahren.

5. Sie wissen gar nicht, warum Sie eine digitale Transformation durchführen

Es mag offensichtlich erscheinen, aber einige Unternehmen entscheiden sich für die digitale Transformation einfach nur, weil sie das Gefühl haben, dass sie es tun sollten. Ohne konkrete Zielsetzung lassen sich Erfolge allerdings unmöglich messen.

Was Sie tun können: Bevor Sie anfangen, sollten Sie festlegen, was Sie sich von der digitalen Transformation erhoffen. Gewinnen Sie die Zustimmung Ihrer Stakeholder. Teilen Sie Ihre Ziele dem Rest des Unternehmens mit und erklären Sie Ihre Prioritäten und Gründe für diesen großen Schritt. 

So verhindern Sie, dass Ihre digitale Transformation ins Stocken gerät

Nachdem wir nun erörtert haben, wie häufige Fehler behoben werden können, ist es an der Zeit, über Strategien zu sprechen, durch die sich diese Blockaden von vornherein vermeiden lassen. 

Erarbeiten Sie durch die Analyse von Stärken, Schwächen usw. eine klare Vision 

Die Ausarbeitung einer Vision hängt eng mit einer klar formulierten Begründung für die digitale Transformation zusammen. Ihre Vision sollte eine klare und unvoreingenommene Analyse aktueller Geschäftspraktiken und Technologien beinhalten. Davon ausgehend sollte darin ganz klar formuliert sein, welches konkrete Ergebnis diese Transformation haben soll.

Beispiel für ein SWOT Analyse Board (Klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Teilen Sie eine Gegenüberstellung des gegenwärtigen Zustands und Ihrer Zukunftsvision, sodass alle Mitarbeitenden Ihres Unternehmens auf dem Laufenden sind.

Flussdiagramm: Gegenwärtiger Zustand vs. Zukunftsvision (Klicken Sie auf das Bild, um es online zu bearbeiten)

Die Transformation sollte dem Geschäft zugutekommen

Unterschiedliche Personen und Teams haben auch unterschiedliche Ziele bei einer digitalen Transformation. Bei der Umsetzung dieser massiven Neustrukturierung sollten Sie sich nicht nach den Wünschen einzelner Personen richten. Stattdessen sollten Sie Ihre Entscheidungen an der übergeordneten Geschäftsvision ausrichten. Außerdem dient der Wandel nicht nur der Behebung von technischen Problemen, sondern soll auch zur Effizienzsteigerung, der Förderung einer besseren Unternehmenskultur und Qualitätsverbesserungen beitragen.

Machen Sie sich auf passiven Widerstand gefasst

Es ist leicht, bei der Arbeit eine Art Routine zu entwickeln. Man hat das Gefühl, Höchstleistungen zu erbringen, weil man genau weiß, was zu tun ist. Die digitale Transformation kann dazu führen, dass sich Teammitglieder zunächst unwohl fühlen. 

Denn Sie verlangen, dass sich Ihre Teammitglieder von vertrauten Praktiken verabschieden  – die sie meist sehr gut beherrschen – und sich auf neue Prozesse umstellen. Bei Mitarbeitenden kommt dadurch oft das Gefühl auf, angreifbar und unerfahren zu sein. Deshalbe können Sie auch nach verschiedenen Meetings und der Zustimmung zur digitalen Transformation immer noch auf Personen treffen, die den Wandel einfach nicht mitmachen – und das kann sehr frustrierend sein. 

In diesem Fall müssen Sie statt mit einem größeren Team mit kleineren Gruppen sprechen. Je persönlicher sich die Transformation anfühlt, desto eher haben einzelne Teammitglieder das Gefühl, dass sie sich das neue System zu eigen machen. 

Sie können passivem Widerstand auch einen Riegel vorschieben, indem Sie ihn offen ansprechen und aufzeigen, welche Folgen es haben wird, wenn sich nichts ändert und die digitale Transformation scheitert. Was bedeutet es für den langfristigen Erfolg des Unternehmens? Wie wird es sich auf die einzelnen Teams auswirken? Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um jede Person einzeln aufzufordern, persönliche Verantwortung hinsichtlich der Akzeptanz der neuen Maßnahmen zu übernehmen.

Die digitale Transformation ist ein notwendiger Entwicklungsschritt in der modernen Geschäftswelt. Nur so können Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig die Bedürfnisse ihrer Kunden erfüllen. Es ist definitiv eine große Aufgabe, die jedem Einzelnen seinen vollen Einsatz abverlangt, das Endresultat ist es aber allemal wert. 

Eine digitale Transformation auf voller Linie erfordert eine gute Planung im Voraus. Wenn Sie ein eindeutiges Ziel vor Augen haben, eine klare Strategie, um es zu erreichen, und die Zustimmung Ihrer Stakeholder, steht dem Erfolg Ihrer digitalen Transformation nichts mehr im Wege.

illustration of people working together

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